Psychologische faktoren definition

Diese weiteren Inhalte könnten dir helfen Börsenpsychologie ist ein Sammelbegriff für verschiedene Untersuchungen psychologischer Faktoren, die das Verhalten und die Entscheidungsfindung von Marktteilnehmern am Aktienmarkt beeinflussen. Eng verwandt ist der Begriff mit der Forschungsrichtung der Behavioral Finance, der Lehre von den Auswirkungen der Psychologie auf Anleger und Finanzmärkte.

Börsenpsychologische Forschungen im engeren Sinne konzentrieren sich darauf zu erklären, warum es Anlegern oft an Selbstkontrolle zu mangeln scheint, sie gegen ihre eigenen Interessen handeln und Entscheidungen auf der Grundlage persönlicher Vorurteile treffen anstatt auf der Grundlage von objektiven Fakten. Unterscheide gute von schlechten Aktien, führe eigenständig eine Bewertung durch und erkenne den richtigen Aktienkurs.

Gute von schlechten Aktien unterscheiden Profitable Aktien- und Optionsstrategien In jeder Marktlage Geld verdienen Plus Gratis-PDF im Webinar: Dein Start in den erfolgreichen Optionshandel Jetzt zum kostenlosen Webinar anmelden Was ist Börsenpsychologie? Dabei gelten Gier und Angst als zwei der wichtigsten Emotionen an der Börse, da sie die Entscheidung eines Anlegers, Aktien zu kaufen oder zu verkaufen, stark beeinflussen können.

Die vorherrschende Verhaltensweise und die Gesamtstimmung der Marktteilnehmer zu einem bestimmten Zeitpunkt wird ebenfalls als Börsenpsychologie bezeichnet. Diese kann ausschlaggebend dafür sein, inwieweit es einem Anleger gelingt, einen Gewinn zu erzielen. Zudem kann sie eine Erklärung dafür liefern, warum er hohe Verluste erlitten hat.

Immer vollkommen informiert und strebend nach Gewinnmaximierung. Im Fokus steht eine normative Überlegung: Wie sollten sich Marktteilnehmer verhalten, wenn sie rational agieren? Diese Annahme mag in bestimmten Phasen und Märkten und unter bestimmten Marktteilnehmern tendenziell zutreffen. Doch in der Verhaltensforschung wurden inzwischen zu viele Verhaltensmuster erkannt — sogenannte kognitive Verzerrungen oder psychologische Fallstricke — als dass beim Menschen von einem solch stets rationalen Akteur ausnahmslos die Rede sein kann.

Verhaltensorientierte Betrachtung Behavioral Finance Nur selten gelingt es uns, derart nüchtern zu entscheiden — gerade in der Kapitalanlage. Vielmehr werden unsere Anlageentscheidungen von individuellen Motiven, Einstellungen, Bewertungen und der unterschiedlichen Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen beeinflusst.

Klinische Psychologie

Eine börsenpsychologische Betrachtung berücksichtigt diese menschlichen Schwächen. Beispiele: Herden-Effekt Herding , Angst, Gier etc. So nachvollziehbar das Problem ist, neigt der Mensch häufig dazu, mit fragwürdigen und fehlerhaften Daumenregeln gegen zuarbeiten. Beispiele: Ankereffekte, Recency Effekt, Confirmation Bias, Hindsight Bias, Home Bias etc.

In Wirklichkeit ist das aber nicht der Fall. Wir brauchen weitere Informationen, um fundiert entscheiden zu können. Beispiele: Over-Confidence-Effekt, Hindsight-Bias etc. Framing: Framing-Effekte beschreiben die Tendenz von Menschen, Entscheidungen gegenüber einem bestimmten Referenzpunkt zu bewerten — was rationalerweise allerdings nicht immer sinnvoll ist.

Psychologische Einflussfaktoren

Trotz objektiv gleicher Situation neigen Menschen dazu, je nach Veränderung des Frames unterschiedliche Entscheidungen zu treffen. An der Börse ist einer dieser Frames der Einstandskurs bei Investments, der häufig eine ungerechtfertigt hohe Bedeutung bei der Entscheidungsfindung, bspw. Beispiele: Verlustaversion Loss Aversion , House-Money-Effekt, Mentale Buchführung Mental Accounting etc.

Soziale Beeinflussung: Das soziale Umfeld spielt eine erhebliche Rolle für das menschliche Verhalten. Beispiele: Herden-Effekt etc. Kognitive Verzerrungen Eine kognitive Verzerrung engl. Im Kontext der Börsenpsychologie können kognitive Verzerrungen zu irrationalen und emotionsgesteuerten Anlageentscheidungen führen, die häufig suboptimale Anlageergebnisse zur Folge haben.

Bildlich erklären kann man kognitive Verzerrungen am besten anhand gewöhnlicher optischer Täuschungen. Das Wissen über die optische Täuschung schützt uns also nicht direkt vor der Täuschung selbst. Ankereffekt verleitet einen Anleger bei seinen Anlageentscheidungen dazu, sich beispielsweise zu sehr auf vergangene Aktienbewegungen zu verlassen, anstatt die aktuellen Marktbedingungen zu berücksichtigen.

Bestätigungsfehler fokussiert auf Informationen, die den vorgefassten Meinungen des Anlegers bestätigen, und ignoriert Informationen, die diese widersprechen. Das Verständnis dieser und anderer kognitiver Verzerrungen kann Anlegern helfen, ihren Einfluss zu vermeiden und rationalere Anlageentscheidungen zu treffen. Eine weiterführende Erläuterung der wichtigsten Börsenverzerrungen erfolgt in den folgenden Artikeln.