Psychologisches stressprofil
Eine Möglichkeit, ein drohendes Burnout-Syndrom zu identifizieren, könnten nun die Kanadier gefunden haben.
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Als Basis für ihren Test nutzen sie verschiedene Biomarker, wie beispielsweise den Blutzucker- und den Insulinspiegel, die Menge bestimmter Entzündungsfaktoren im Blut sowie den Blutdruck. Zusammengenommen ergeben diese Daten die sogenannte allostatische Last, einen Wert, der anzeigt, wie gut es dem Körper gelingt, mit chronischem Stress zurechtzukommen.
Je höher die allostatische Last, desto stärker sind die Regelkreise des Stoffwechsels bereits aus dem Gleichgewicht geraten. Die Auswertung zeigte: Potenzielle Burnout-Patienten haben zwar eine hohe allostatische Last, jedoch im Gegensatz zu Depressionspatienten auffallend niedrige Cortison-Spiegel im Speichel.
Sport und Stress
Natürlich müsse dieser Zusammenhang noch in weiteren Studien bestätigt werden, sagt Studienleiter Juster. Diese wiederum senkten den Cortison-Spiegel, was bei einem ohnehin schon niedrigen Wert möglicherweise kontraproduktiv sei, sagt Juster. Sonderpublikation in Zusammenarbeit mit der Baden-Württemberg Stiftung Jetzt ist morgen Wie Forscher aus dem Südwesten die digitale Zukunft gestalten.
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Eine Kombination aus Speichel- und Bluttest könnte in Zukunft helfen, ein drohendes Burnout-Syndrom frühzeitig zu erkennen. Darauf deuten erste Ergebnisse eines kanadischen Forscherteams bei 30 Freiwilligen hin. Das Prinzip: Die Wissenschaftler bilden auf der Basis von insgesamt 15 verschiedenen Messwerten eine Art Stressprofil und kombinieren es mit dem Stresshormonspiegel, den sie im Speichel messen.
Zusammengenommen erlauben es diese beiden Faktoren nicht nur, zu erkennen, ob jemand bedenklich stark unter chronischem Stress leidet.
FFG Projektdatenbank
Sie zeigen auch, ob er infolge des Stresses eher zu Depressionen oder eben einem Burnout-Syndrom neigt. Bisher sei es nicht möglich gewesen, diesen Unterschied sichtbar zu machen, sagen die Wissenschaftler um Robert-Paul Juster von der University of Montreal. Ein Burnout-Syndrom tritt meist als Folge von starkem beruflichem Engagement auf und ist charakterisiert durch emotionale Erschöpfung und die Unfähigkeit, die gewohnte Leistung zu erbringen.
Obwohl sich in den vergangenen Jahren die Fälle von Burnout zu häufen scheinen, ist es schwierig, genau Zahlen anzugeben, da es bisher keine klare Definition beziehungsweise eindeutige Diagnosekriterien gibt. Besonders hilfreich wäre es, das Problem bereits in den Anfängen erkennen zu können — zum einen, weil die Betroffenen in diesem Stadium noch gegensteuern können und zu anderen, weil mit dem Fortschreiten der Störung auch vermehrt weitere psychologische und körperliche Symptome auftreten.
Robert-Paul Juster University of Montreal et al: Psychoneuroendocrinology, doi Zurück zur Startseite. Weitere Artikel aus der Redaktion. Gesundheit Medizin Muskelkrebszellen in Muskelzellen umgewandelt. Pflanzlicher Hitzesensor Wie sich die Venus das Maul nicht verbrennt. Medizin Neues Antibiotikum aus Bodenbakterien entschlüsselt.
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