Psychologie die ehefrau ignorieren den man liebt

Welche Gedanken, Gefühle und Handlungen kennzeichnen die Liebe? Worin unterscheiden sich Liebe und Verliebtheit? Erwartet man vom Partner mehr oder andere "Liebesbeweise", als man selbst zu zeigen bereit ist? Das sind Fragen zur menschlichen Liebe, die empirisch untersucht wurden. Mit einem Kind der Liebe, der Eifersucht, beschäftigt sich ein weiterer Beitrag " Eifersucht - ein Kind der Liebe ".

Sogar die Frage, ob die Liebe überhaupt wissenschaftlich analysiert werden kann und soll, wird kontrovers beantwortet. Insbesondere zwei populäre "Mythen" bezweifeln die Möglichkeit bzw. Man habe es zwar seit Jahrtausenden versucht, aber bis heute könne keiner genau sagen, was die Liebe ist. Die Liebe sei etwas Rätselhaftes, ein unergründliches Geheimnis.

Der zweite Mythos geht noch über den ersten hinaus und behauptet: Selbst wenn wir das Rätsel der Liebe lösen könnten, sollten wir es nicht tun: Die Liebe als Mysterium sollte dies gefälligst auch bleiben! Die Behauptung, keiner wisse, was Liebe sei wie es der erste Mythos aussagt , trifft in dieser Form nicht zu. Wir wissen sehr viel mehr, als wir ausdrücklich sagen können, sonst wären wir ja niemals in der Lage zu erkennen, wann wir eine andere Person lieben und wann diese Liebe möglicherweise aufhört.

Aber natürlich wissen wir insgesamt noch viel zu wenig Ausdrückliches über die Liebe. Wäre das auf irgendeinem anderen Gebiet der Fall, so würde man alles daran setzen, die Gründe für den Fehlschlag herauszufinden und in Erfahrung zu bringen, wie man es besser machen könnte - oder man würde es aufgeben.

Der lebende Vorwurf

Die empirischen Untersuchungen, über die hier berichtet wird, sollten einen Beitrag zur Klärung dieser Frage leisten: "Was meinen wir, wenn wir von Liebe - genauer: der Liebe zum Partner - reden? Einige Beispiele für diese Merkmale die bestimmte Gedanken, Gefühle bzw. Handlungen beschreiben : Wer seinen Partner liebt, denkt häufig an ihn, sehnt sich bei längerem Getrenntsein nach ihm, achtet bzw.

Als nächstes wurde empirisch überprüft, ob diese Merkmale bei verschieden intensiven Liebeserlebnissen auch entsprechend unterschiedlich intensiv ausfallen wie theoretisch angenommen. Dazu erhielten die befragten Personen Studierende der Universität Oldenburg einen Fragebogen mit diesen 30 Merkmalen und der Aufforderung zu beurteilen, wie sehr diese zutrafen bzw.

Das Konzept der Partnerliebe ist mit diesen 30 Merkmalen natürlich nicht erschöpfend beschrieben, aber sie bilden vermutlich die wichtigsten Bestimmungsstücke der Liebe. In einer weiteren Untersuchung wurde nun geprüft, ob es einen Unterschied zwischen "Liebe" und "Verliebtsein" gibt. Dabei wurden die bereits erwähnten 30 Merkmale mit der Frage vorgelegt zu beurteilen, ob jedes dieser Merkmale bei der Liebe bzw.

Nach den Ergebnissen dieser Studie weisen "Liebe" und "Verliebtsein" auf der einen Seite bestimmte Gemeinsamkeiten auf: Beide Gefühle sind durch die unverzichtbaren Merkmale "starke Zuneigung zum Partner", "Freude über das Zusammensein mit ihm" und "Zärtlichkeit" charakterisiert. Gleichzeitig lassen sich aber gravierende Unterschiede ausmachen: "Verliebtsein" ist wesentlich gekennzeichnet durch das Verspüren "körperlicher Empfindungen" also den berühmten "Schmetterlingen im Bauch", dem Herzklopfen, Kniezittern usw.

Dieses Merkmal ist jedoch bei der "Liebe" nur gering ausgeprägt. Ferner denken Verliebte sehr oft an die Person, in die sie sich verliebt haben und empfinden eine starke Sehnsucht nach ihr. Dagegen hat ein Verliebter kein "Vertrauen" in die geliebte Person, ist zu ihr nicht "offen und ehrlich" und will keine "Verantwortung" für sie übernehmen. Gerade diese Merkmale sind nun aber zentrale Bestandteile der Liebe.

Zusätzlich ist diese noch gekennzeichnet durch die unverzichtbaren Merkmale: Wertschätzung des Partners, Trauer bei Ende der Liebe, Mitfreude, sehr gutes Verständnis, enge Verbundenheit und Akzeptieren von Schwächen. Werden die Informanten nun direkt nach den Unterschieden zwischen "Liebe" und "Verliebtsein" gefragt, so ergibt sich des Rätsels Lösung: "Verliebtsein" wird nicht etwa als weniger intensiv eingestuft als die "Liebe", sondern sie ist in der Beziehungsgeschichte zweier Personen eine frühere Phase, die entweder nach einiger Zeit in "Liebe" übergeht oder aber endet.

Die Frage, wovon es abhängt, ob der Übergang vom Stadium der Verliebtheit zu demjenigen der Liebe gelingt oder nicht, bedarf der weiteren Untersuchung. In einer weiteren Studie wurde die Frage geprüft, ob sich das Profil der eigenen Liebe zum Partner und das von diesem erwartete Liebesprofil voneinander unterscheiden oder nicht: Erwartet man möglicherweise vom Partner mehr oder andere Liebesindizien, als man selbst bereit ist zu zeigen?

Dazu wurden die UntersuchungsteilnehmerInnen zunächst gefragt, mit welcher Intensität die o.

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Danach sollten sie die Frage beantworten, mit welcher Intensität sie dieselben Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen von ihrem Partner erwarten, wenn dieser sie wirklich liebt. Offensichtlich erwartet man von seinem Partner mehr Liebesbeweise, als man selbst bereit ist zu zeigen. Wie ist diese "vorteilhafte Asymmetrie" der Erwartungen an die eigene Liebe im Vergleich zur Liebe des Partners zu erklären?

Diese vorsichtige Position kann jedoch vom Partner als Anzeichen geringerer Liebe, u. Darin könnte ein nicht unerhebliches anfängliches Konfliktpotential für Liebesbeziehungen verborgen sein: Jeder der beiden Partner verlangt zunächst vom jeweils anderen eindeutigere Liebesbeweise, als er selbst zu zeigen bereit ist.

Laut Psychologen: Darum kommt ein Mann zurück, wenn du ihn ignorierst.: Der Poet

Ende der eigenen Liebe zum Partner führen. Warum man sich in einen bestimmten Partner verliebt bzw. Es liegen vielfältige wissenschaftliche Erklärungsversuche für den Beginn der Liebe zu einem bestimmten Partner vor. Hier interessierten wir uns nun für das gegenteilige Phänomen, nämlich für jene Gründe des "Entliebens", die nach Meinung der Befragten vom Partner ausgehen.

Dazu wurden die UntersuchungsteilnehmerInnen gebeten, anzugeben, wie sehr ihre Liebe zum Partner abgeschwächt würde, wenn die einzelnen "Liebesindikatoren" jeweils nicht mehr vorhanden wären. Es wurde also z. Dies sind gleichsam die "Essentials" der Partnerliebe. Man kann seinen Partner offensichtlich nur dann auf Dauer lieben, wenn er diese Liebe auch erwidert.

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Der "unglücklich Liebende" etwa i. Der Autor Prof. Ulrich Mees , 53 , Psychologe am Institut zur Erforschung von Mensch-Umwelt-Beziehungen im Fachbereich 5, wurde nach Oldenburg berufen. Nach dem Studium der Psychologie in Saarbrücken und Tübingen und seiner Promotion in Tübingen war er als Assistenzprofessor an der FU Berlin tätig, wo er sich habilitierte.

Seine Forschungsschwerpunkte: Emotions- und Motivationspsychologie. Zusammen mit Prof. Uwe Laucken leitet er die Forschungsgruppe "Emotion und Kommunikation". Navigation: Choose other language Zum Inhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen Zur Zielgruppennavigation springen Zur Brotkrumennavigation springen InfoPortal Universität.

Forschungsmagazin EINBLICKE. Liebe und Verliebtsein. Stand: