Psychologische gesundheitsförderung definition

B1: Gesundheitskompetenz und — förderung 1. B2: Beratungsprozess 2. B3: Kommunikation und Beratung 3. Bevor auf den Aspekt der Gesundheitsförderung eingegangen wird, ist es zunächst essentiell, den Terminus Gesundheit zu definieren.

Gesundheitspsychologie – Wikipedia

In der Literatur existiert hinsichtlich des Gesundheitsbegriffes eine Vielzahl an unterschiedlichen Definitionen, wobei sich die Mehrheit der Autoren auf die Definition der WHO bezieht. Diese biopsychosoziale Sichtweise bildet den Kern der heutigen und modernen Gesundheitsdefinitionen. Der Besitz eines bestmöglichen Gesundheitszustandes stellt zudem das Grundrecht eines jeden Individuums dar, ungeachtet der Ethnie, religiösen Überzeugung, politischen Weltanschauung sowie der sozialen oder wirtschaftlichen Stellung.

Generell ist unter der Gesundheitsförderung ein Prozess zu verstehen, der darauf abzielt, Individuen zu befähigen, ihre Gesundheit zu stärken. Damit das körperliche, seelische und soziale Wohlergehen des Individuums sichergestellt werden kann, muss dabei eine Berücksichtigung von Faktoren, wie die Befriedigung von Bedürfnissen, Wahrnehmung und Verwirklichung von Hoffnungen und Wünschen sowie die Veränderung der Umwelt erfolgen.

Mit dieser erfolgte ein Umbruch von der ursprünglichen Auffassung von Gesundheit als professionelle Aufgabe, zu einem konkreten Einbezug der Menschen in den Prozess der Gesundheit und ihrer Förderung. Dazu zählen bspw. Im Hinblick auf die fünf zentralen Handlungsfelder, definiert die WHO in der Ottawa-Charta zudem drei wesentliche Handlungsstrategien.

Darunter zu verstehen ist eine positive Einflussnahme auf Gesundheit durch die Schaffung gleicher Voraussetzungen, indem soziale, biologische und politische Faktoren beeinflusst werden. Als zweite Handlungsstrategie versteht die WHO die Befähigung bzw. Darunter zu verstehen ist die konkrete Kompetenzförderung, welche auf eine gesundheitliche Chancengleichheit abzielt.

Dadurch soll eine Vermittlung der unterschiedlichen Interessen einer Gesellschaft gewährleistet werden. Beschrieben wurden diese in einem Rahmenmodell zur Gesundheitsentwicklung, das nun im folgenden Unterkapitel beschrieben werden soll:. Im Zentrum des Rahmenmodells zur Gesundheitsentwicklung stehen die körperlichen, psychischen und sozialen Dimensionen des Gesundheitszustandes, welche sich untereinander gegenseitig beeinflussen.

So wird ein glückliches Individuum psychische Gesundheit eher dazu tendieren, auf andere Menschen zuzugehen und somit besser sozial eingebunden sein soziale Gesundheit. Der soziale Kontakt wiederum kann protektiv in Bezug auf die körperliche Gesundheit wirken. Entlang dieser drei Dimensionen sind im Modell individuelle Einflussfaktoren situiert individuelle Gesundheitsdeterminanten , welche sich mit den Gesundheitsdimensionen in einem Wechselspiel befinden.

Unter den individuellen Gesundheitsdeterminanten sind neben unveränderbaren Faktoren, wie bspw. Alter, Geschlecht, genetische Dispositionen oder Persönlichkeit auch veränderbare Faktoren, wie bspw. Zusätzlich wird die Gesundheit eines Individuums auch von umweltbezogenen Faktoren beeinflusst umweltbezogene Gesundheitsdeterminanten.

Dazu gehören u. Faktoren wie die wirtschaftliche Lage, die Wohnverhältnisse sowie Arbeitsbedingungen und -anforderungen. Auch das Gesundheitsversorgungssystem wird unter den umweltbezogenen Faktoren eingeordnet. Das Modell veranschaulicht, wie das Individuum mit seinen individuellen Gesundheitsdeterminanten, seine Gesundheit in Interaktion mit seiner Umwelt kontinuierlich wiederherstellt und entwickelt.

Betrachten lässt sich dieser dynamische Prozess sowohl aus der Perspektive der Pathogenese als auch der Salutogenese. Während die pathogenetische Perspektive, die Auswirkungen von Belastungen und Risikofaktoren auf die Krankheitsentstehung untersucht, fokussiert sich die Salutogenese darauf, wie sich individuelle und umweltbezogene Ressourcen förderlich auf die Entwicklung einer positiven Gesundheit auswirken können.

Das Modell besagt zudem, dass Belastungen und Ressourcen im Alltag gleichzeitig auf das Individuum einwirken. In Abhängigkeit davon, ob die pathogenetischen oder salutogenetischen Prozesse überwiegen, entsteht bei dem Individuum mehr Krankheit oder positive Gesundheit. Zudem zeigt das Modell auf, welche Interventionsansätze einen Einfluss auf die Gesundheitsentwicklung nehmen können.

Der Gesundheitsschutz und die Prävention beziehen sich auf die gesundheitlichen Risiken, wobei die Prävention auf die konkrete Verhinderung bestimmter Erkrankungen ausgerichtet ist, wie bspw. Die medizinische Versorgung setzt hingegen erst nach Eintritt einer Erkrankung ein. Die Gesundheitsförderung zielt auf eine individuelle und umweltbezogene Ressourcenförderung ab und möchte eine Stärkung der positiven Entwicklung von Gesundheit induzieren.

Zudem liegt ein Fokus auf den individuellen und umweltbezogenen Ressourcen des Individuums und zeigt damit gleichzeitig die Möglichkeit des selbstbestimmten Handelns und der persönlichen Verantwortung des Individuums auf. Der moderne Gesundheitsbegriff ist somit v. Wie bereits erwähnt wurde, so stellt das Empowerment einen zentralen Aspekt des modernen Gesundheitsbegriffes und auch -verständnisses dar.

Das Verständnis des Begriffs Empowerment ist breit gefächert und auch in der Literatur existiert keine einheitliche Definition, was mitunter darauf zurückzuführen ist, dass Empowerment aus den unterschiedlichsten Perspektiven betrachtet werden kann. Auch wenn der Begriff des Empowerments in der Ottawa-Charta nicht als solcher erscheint, so ist seine Bedeutung darin bereits im ersten Satz deutlich erkennbar, in dem es um die Selbstbestimmung eines Individuums geht.

Im psychosozialen Kontext sind unter Empowerment sämtliche Arbeitsansätze zu verstehen, welche Individuen in der Entdeckung ihrer persönlichen Stärken unterstützen sollen. Es geht bei Empowerment also nicht um den Erwerb neuer Kompetenzen, sondern um die Hervorbringung und Stärkung bereits vorhandener Potenziale. Des Weiteren soll mit Patient-Empowerment zur Förderung eines respektvollen Umgangs miteinander beigetragen werden, da Beziehungsaspekte wie bspw.

Aus den soeben genannten Kriterien des Empowerments lassen konkrete Förderungsmöglichkeiten ableiten. Nur wenn der Patient bzw. Klient in seiner eigenen Selbstwirksamkeit bestärkt ist, wird er dazu fähig sein, einen kompetenten Umgang hinsichtlich der eigenen Gesundheit aufzuweisen und Entscheidungen eigenständig zu treffen.

Navigation und Service

Daraus leitet sich ab, dass insbesondere die Förderung der Selbstwirksamkeit des Klienten durch den Behandler, besonders förderlich für die Entwicklung des Empowerments ist. Des Weiteren wird Empowerment gefördert, wenn sich der Arzt oder Therapeut an der individuellen Lebenszukunft des Klienten orientiert. Zudem wird Empowerment gefördert, indem der Arzt oder Therapeut auch unkonventionelle Lebensentwürfe und den Eigen-Sinn des Patienten bzw.

Klienten respektiert. Nur wenn dies erfolgt, ist es dem Patienten bzw. Klienten möglich, Sigmatissierungen zu überwinden und ein positives an seinen persönlichen Stärken orientiertes Selbstbild erlangen. Des Weiteren sollten Ärzte und Therapeuten auf entmündigende Expertenurteile verzichten, um sicherzustellen, dass der Klient über mehrere Handlungsalternativen verfügt, aus denen er frei wählen kann.

Dadurch ist es dem Patienten möglich, die Erfahrung zu machen, etwas bewegen und auch im sozialen Umfeld Veränderungen herbeiführen zu können, was wiederum das Empowerment fördert. Bei der Beratung handelt es sich um eine Form der Interaktion und Kommunikation zwischen zwei Individuen, wobei ein Individuum über ein kontextbezogenes Fachwissen verfügt und somit die Rolle des Beraters einnimmt.

Im Fokus steht der kommunikative Austausch zwischen einem Berater und seinem Klienten, der i. Diese ist therapie schulen übergreifend, setzt ein interdisziplinäres Wissensverständnis voraus und beschäftigt sich u. Neben der Differenzierung der unterschiedlichen Bereiche einer Beratung, kann zudem zwischen den einzelnen Handlungsfeldern und Anliegen der Klienten differenziert werden.

Beratungskonzepte, die fundiert und von den Psychotherapieschulen unabhängig sind, sind nach wie vor die Ausnahme. Des Weiteren geht es um eine inhaltliche Erfassung des Ausgangsproblems bzw. Klient und Berater haben die Aufgabe erste Arbeitshypothesen, abgeleitet aus dem Anliegen des Klienten, zu erstellen und einen Arbeitsvertrag auszuformulieren.

Des Weiteren erfolgt eine Klärung formaler Rahmenbedingungen. Die Arbeitsbeziehung soll hierbei aufrechterhalten und Veränderungen angestrebt werden. Die dritte Phase, und somit die Endphase zielt auf der Ausführung der von dem Klienten geplanten bzw. Ein weiterer Fokus liegt auf der Beendigung der Beratungsbeziehung, also dem Abschluss der Beratung.

Verhaltensebene: Handlungsfelder:

Klinische Psychologie. Gesundheitsförderung und -beratung Einsendeaufgabe, 22 Seiten, Note: 1,0. Format: PDF — für PC, Kindle, Tablet, Handy ohne DRM. In den Warenkorb.