Bedarf an psychologen

Welche Ausbildung benötigt man für den Beruf, was sind die typischen Aufgaben und was verdient man? Wir erklären, wie ein psychologisches Erstgespräch aussieht und was der Unterschied zwischen Psychologe, Psychotherapeut und Psychiater ist. Die Ausnahmesituation durch die Corona-Pandemie setzt vielen psychisch zu. Während der Pandemie hat sich die psychische Gesundheit bei mehr als einem Viertel der Wienerinnen und Wiener verschlechtert.

Rund die Hälfte davon hatte zuvor keine psychischen Beschwerden. Das sind die alarmierenden Ergebnisse der ersten repräsentativen Studie zu den psychosozialen Folgen der Corona-Krise für Wien, die im Frühjahr durchgeführt wurde. Der Bedarf an Hilfs- und Unterstützungsleistungen ist gestiegen. Angebote wie die Corona-Sorgenhotline der Stadt Wien zu erreichen unter 01 sind daher besonders wichtig.

Psychologinnen und Psychologen befassen sich mit der Erforschung des menschlichen Erlebens und Verhaltens. Sie helfen ihren Patientinnen und Patienten mittels Gesprächen, indem sie zur Reflexion anregen. Zuhören und beobachten sowie das Interpretieren der Gedanken und Emotionen gehört zu den Kernkompetenzen von Psychologinnen und Psychologen.

Ziel ist es, Hilfestellung bei Problemlösungen zu geben und Verhaltensänderungen zu bewirken. Die Einsatzfelder gehen aber weit über die Gesundheitsbranche hinaus. Tätigkeitsbereiche sind beispielsweise Marketing, Meinungsforschung, Human Resources Personalentwicklung und Recruiting , Unternehmensberatung, Gericht und Polizei oder Bildungseinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten.

Was machen Psychologinnen und Psychologen?

Das erste Mal beim Psychologen oder der Psychologin — davor haben viele Angst, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt. Der erste Termin dient dem Kennenlernen und dem Schaffen von Vertrauen. Das Erstgespräch läuft in der Regel sehr entspannt ab, auch wenn die Ursache für den Besuch unangenehm sein mag. Die Psychologin oder der Psychologe führt das Gespräch und wird Ihnen einige Fragen stellen.

Meist wird geklärt, warum Sie hier sind, damit sich Ihr Gegenüber ein Bild von Ihnen und den zu Grunde liegenden Beschwerden machen kann. Sollte Ihnen eine Frage unangenehm sein, müssen Sie diese natürlich nicht beantworten. Wichtig ist, dass Sie sich während der Sitzung wohlfühlen und Ihnen die Psychologin bzw. Wenn Sie bereits von Beginn an ein schlechtes Gefühl haben, sollten Sie besser einen oder mehrere andere Therapeuten aufsuchen.

Um als Psychologe bzw. Psychologin tätig zu werden, muss ein abgeschlossenes Universitätsstudium der Psychologie vorliegen. Mit einem Bachelorabschluss ist man lediglich dazu berechtigt, psychologische Tätigkeiten unselbstständig und unter fachlicher Anleitung auszuüben. Um in Österreich eigenverantwortlich als Psychologin oder Psychologe zu arbeiten, wird ein Masterabschluss benötigt.

Viele der möglichen Berufsfelder verlangen nach dem Masterstudium eine zusätzliche Ausbildung und Spezialisierung — etwa Psychotherapie. Alle drei Begriffe hängen eng mit der Psychotherapie zusammen. Oft werden sie synonym verwendet, doch das ist nicht korrekt. Sie unterscheiden sich in punkto Ausbildung, Tätigkeitsfeld, Behandlungsmethode und in ihren Befugnissen.

Psychologinnen und Psychologen haben ein abgeschlossenes Psychologie-Studium. Sie arbeiten in sehr unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern Wirtschaft, Gesundheitswesen, Marketing mit dem Schwerpunkt Beratung und im Falle der Klinischen Psychologie in den Bereichen Diagnostik und Behandlung psychischer Erkrankungen. Für Spezialisierungen Gesundheitspsychologie, klinische Psychologie ist eine mehrjährige Weiterbildung erforderlich.

Titel "PsychologIn" · ÖAP

Sie dürfen keine Medikamente verschreiben. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten absolvieren eine mehrjährige Ausbildung. Manche haben ein Studium in unterschiedlichen Bereichen absolviert. Ihr Schwerpunkt ist die Therapie von psychischen Erkrankungen.

Die Nachfrage nach psychologischer Unterstützung ist in der zweiten Welle weiter gestiegen

Auch sie dürfen keine Medikamente verschreiben. Sie beschäftigen sich mit der Diagnose und Behandlung von psychisch kranken Menschen und dürfen Medikamente verschreiben. Sie stellen die körperliche und medizinische Ursache der Erkrankung fest und behandeln diese mitunter medikamentös. Je nach Ausbildung, Berufserfahrung, Arbeitsform freiberuflich versus angestellt , Arbeitgeber und Branche variiert das Einkommen von Psychologinnen und Psychologen stark.

In der Wirtschaft verdient man in der Regel am besten. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt in Österreich liegt bei rund Die Corona-Sorgenhotline der Stadt Wien, täglich von 8 bis 20 Uhr, bietet Unterstützung und Beratung bei psychischen und sozialen Belastungen, erreichbar unter Angehörige finden Informationen und Materialien unter suizidpraevention.

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